Lingener Tagespost vom 8. Oktober 2005

2006 zwei Seniorentouren
Dressurturnier Andervenne unter den schönsten Turnieren

Andervenne
Das Dressurturnier Andervenne zählte nach Ansicht eines großen Pferdesportmagazins im Jahr 2004 zu den 50 schönsten Turnieren Deutschlands. „Das ist eine besondere Ehre für uns", sagte Turnierleiter Hubert UM nach Abschluss der sechsten Auflage.
„Das Turnier hatte wieder eine tolle Atmosphäre", lobte Bundeskaderreiterin Andrea Timpe aus Hattingen. „Ich komme gern wieder", versprach die 21-jährige Amazone - auch mit Blick auf die Ausweitung der Seniorentour beim Turnier 2006. Hubert und Maria Ull werden dafür nur noch eine anstatt zwei Junioren- und JR-Reitertouren ausschreiben. Da haben dann Reiterinnen wie Lokalmatadorin Sibylle Ull oder Andrea Timpe, die jetzt ins Seniorenlager wechseln, ausreichend Startmöglichkeiten. „Zwei Seniorentouren werden dazu beitragen, dass unser Turnier noch mehr Auftrieb erfährt", ist sich Hubert Ull sicher.
„Die Grundqualität wird in Andervenne immer besser", erkannte Richter Hans-Egon Düring, im Pferdesportverband Weser-Ems für die Ausbildung zuständig. „Der Veranstalter wird immer besser. Was hier zum Beispiel in der Juniorentour unterwegs war, das war einfach toll", freute sich der Ostfriese über den nord- und westdeutschen Dressurnachwuchs ebenso wie Bernd Menke, Jugendwart des Bezirksverbandes Oldenburg, ein exzellenter Turniersprecher.
Gerade in der Klasse der Jungen Reiter traten viele an. „Sibylle Ull hat mächtig die Werbetrommel gerührt", war die norddeutsche Vizemeisterin Sandra Ann Wunnerlich aus Hamburg begeistert. „Ich komme wieder." „Das war hier hammerhart", resümierte Johannes Augustin, im letzten Jahr noch Sieger im St. Georg und in der Inter-mediaire I, und staunte über die „stärke Konkurrenz als letztes Jahr".
„Harmonie pur. In diesem Jahr war wohl unser bisher schönstes Turnier", freuten sich Hubert und Maria Ull mit den gut 1000 Zuschauern, die an drei Tagen bei freiem Eintritt zufrieden waren.

 

Lingener Tagespost vom 14. Oktober 2006

Sprühender Flamenco beim Tanz spanischer Hengste
Grandioser Abend auf dem Reiterhof Ull in Andervenne

mb ANDERVENNE. Ein Hauch andalusischer Nächte wehte durch Andervenne. Spanische Gitarrenklänge und von Leidenschaft sprühende Flamenco-Tänze, umrahmt von Grazie, Anmut und Kraft atmenden Pferden, verbanden sich in der großen Halle des Reiterhofes Ull zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk.
Fein war alles auf das Thema des Abends abgestimmt, und sogar die Pausenstärkung orientierte sich mit mediterranen Salaten und Paella sowie spanischem Wein ganz an dem berauschenden Flair der Pyrenäen-Halbinsel.
Ernst-Uwe Vollmer vom veranstaltenden Kulturkreis Impulse dankte der Familie Ull, die ihre gepflegte Reithalle für die Show zur Verfügung gestellt hatte. Er kündigte das Ensemble Spanish Colours mit spanischen Gitarrenklängen an, die Flamenco-Tänzerin Renate Pomp mit leidenschaftlichen andalusischen Tänzen und die beiden Reiterinnen Martina und Gabriela Böhmer, die den Tanz spanischer Hengste vorführten.
Unter dem Beifall der Zuschauer nahmen die Musiker auf offener Bühne ihre Plätze ein und ließen mit ihrer langsam beginnenden Eingangsmusik in der Besetzung mit zwei Gitarren und einem Bongo eine verheißungsvolle Ahnung des Kommenden aufflackern. Bittere Süße südländischer Melancholie feierte sich in kraftvoll gesteigerter Rhythmik und endete schließlich in einem rasenden Stakkato.
Mit dem ersten Auftritt einer Reiterin unter Gitarrenbegleitung in überraschendem Wechsel zwischen kraftvollem Galopp und ausdrucksvollem spanischem Schritt, gefolgt von der Flamenco-Tänzerin mit einer ersten Probe ihres großartigen Könnens, kündigte sich die große Vielfalt und die in atemberaubendem Tempo ablaufenden Wechsel der Vorführungen an.
Kaum war man als Zuschauer in der Lage, sich von dem Eindruck der kaskadenhaften spanischen Klänge teilweise auch bekannter Titel zu lösen, da stand mit faszinierendem Tanz oder rasanter Reitvorführung der jungen Frauen die nächste atemberaubende Vorführung an. Ihre Highlights erlebte die faszinierende Show aber sicherlich bei dem Lichtertanz der Pferde beim Füßestampfen-Stakkato der Tänzerin.
Mit langem Applaus dankten die Zuschauer für ein einmaliges Schauspiel und ließen ihre Lieblinge nicht ohne Zugabe ziehen.